Minispielsammlungen wie Wii Sports waren schon auf der Nintendo Wii enorm erfolgreich und so verwundert es nicht, dass Nintendo auch beim Launch der Wii U mit frischen Minispielen punkten möchte. Gleich zwei Minispielsammlungen werden im Launchzeitraum erscheinen und beim Post-E3-Event in Köln hatten wir die Möglichkeit, beide Spielsammlungen anzuspielen. Unsere Eindrücke schildern wir euch in diesem Feature.
Im Nintendo Land warten verschiedene Attraktionen darauf bespielt zu werden. Die Attraktionen sind thematisch an beliebte Nintendo-Klassiker angelehnt und bieten dem Spieler die Möglichkeit in die Rolle des jeweiligen Helden zu schlüpfen. Mit Hilfe der Bewegungssteuerung des GamePads versucht man auf Rädern den schwierigen Donkey Kong Crash Course zu überstehen und Pauline aus den Fängen des gemeinen Gorillas zu befreien. Das Spielprinzip erinnert sehr an Monkey Ball, da eine zu starke Neigung bedeuten kann wieder von vorne beginnen zu müssen - das Gefährt scheint nicht gerade sehr stabil gebaut zu sein. Dieses Minispiel machte uns am meisten Spaß, da es zu Beginn wirklich anspruchsvoll wirkte und die Steuerung problemlos funktioniert. Nach kurzer Einspielzeit sollte der Spieler den Bogen allerdings raus haben und den Parcours mit wenigen Neuanläufen beenden können, ob es danach noch weitere Kurse gibt konnte man uns aber nicht mitteilen.

Das zweite und letzte Singleplayerspiel in der Demo hieß Takamura’s Ninja Castle. Hier muss der Spieler eine Burg vor gemein-gefährlichen Ninjas verteidigen. Mit dem GamePad zielt man auf den Fernseher, wo in Schießbudentradition kleine Ninjas erscheinen, die dann mit Wurfsternen über das GamePad abgeworfen werden müssen, indem man mit einem Finger über das GamePad streicht. Je schneller der Spieler streicht, desto schneller fliegt der Wurfstern und desto höher ist die Punktzahl. Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, sollte man auf die Genauigkeit des Wurfes und auf die Trefferquote achten, da ein Schuss ins Leere einen Abzug in der Gesamtwertung bedeutet. Eine ruhige Hand und schnelle Reflexe sind deshalb nicht unwichtig.
Abgesehen von diesen beiden Singleplayer-Attraktionen, gab es auch drei Multiplayer-Minispiele in der Demoversion von Nintendo Land. Ausschließlich zu fünft kann man Luigi’s Ghost Mansion betreten und auf Geisterjagd gehen. Vier Spieler schlüpfen in die Rollen der Geisterjäger, die den Geist mit Hilfe ihrer Taschenlampen aus dem Anwesen treiben müssen. Der fünfte Spieler spielt den Geist, der nur auf dem GamePad angezeigt wird. Das bedeutet also, dass die Geisterjäger auf dem Fernseher nur ihre Mitstreiter, nicht aber den Geist sehen können, was die Suche nach ihm deutlich erschwert. Der Geist hat die Aufgabe seinen Aufenthalt im Anwesen zu verlängern, indem er die Geisterjäger packt und in Ohnmacht versetzt. Wird ein Spieler gepackt, wird auch der Geist für kurze Zeit sichtbar und die anderen Spieler müssen ihn mit ihrem schwächer werdenden Licht einfangen. Wo er sich in etwa befindet wird den anderen Spielern über Vibration ihrer „Taschenlampe“ verdeutlicht. Befindet man sich in seiner Nähe vibriert sie wesentlich stärker. Mt einem gezielten Leuchten in die richtige Richtung ließe sich der Geist dann auch einfangen, ohne dass ein Spieler zu Schaden käme. Dieses doch eher spannende Minispiel erinnert stark an Pac-Man VS., leidet aber darunter, dass es sich ausschließlich an eine größere Spieleranzahl richtet.
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